Mineralfutter für Pferde
Finden Sie das passende Mineralfutter für Ihr Pferd. Hier erhalten Sie wertvolle Tipps.

Mineralfutter für Pferde

Du weißt nicht, welches Mineralfutter du für dein Pferd holen solst? Dein Pferd leidet unter schlechtem Fell, Leistungsschwäche, Durchfall, Abmagerung, Nervosität oder Lahmheiten? Dies kann durch einen Mineralmangel oder -überschuss verursacht werden. Es ist also schon einmal gut, dass du dir über dieses Thema Gedanken machst. Tatsächlich gibt es einige Mineralstoffe, die bei normaler Fütterung im Mangel vorliegen. Um die Suche durch den Mineralfutterdschungel zu erleichtern, erhaltst du hier wertvolle Tipps.
 

Schweißverluste sind nicht unerheblich 💪💦

Die Schweißmenge, die abgegeben wird, unterscheidet sich je nachdem, wie viel und wie intensiv du reitest. Dein Pferd kann dabei bis zu 22 Liter an Schweiß pro Trainingseinheit verlieren! Die Schweißmenge hängt auch von der Umgebungstemperatur ab. So solltest du dein Pferd besonders im Sommer mit ausreichend Mineralien versorgen. Über den Schweiß gehen vor allem die Mengenelemente Natrium, Kalium und Chlorid verloren [1]. ❌ Bei mittlerer körperlicher Belastung verliert Ihr Pferd 450 % mehr Natrium, Kalium und Chlorid als ein Pferd, das nicht gearbeitet wird! Über einen Salzleckstein kann dein Pferd das mangelnde Natrium/Chlorid wieder aufnehmen. Bitte verwende keine Minerallecksteine. Dein Pferd wird so viel lecken, wie es an Salz braucht, unabhängig davon, wie viel es an anderen Mineralien dabei aufnimmt! Bei den Spurenelementen geht beim Schwitzen hauptsächlich Eisen verloren.

Mineralstoffe für den Muskelaufbau

Für den Muskelaufbau braucht Ihr Pferd mehr Eisen [2], da ein trainiertes Pferd einen höheren Bedarf an Sauerstoff hat. Ein 500 kg Pferd benötigt 529 mg Eisen am Tag. Eine zusätzliche Versorgung mit Chrom hat bei Menschen/Schweinen zu einer Vermehrung der fettfreien Körpermasse geführt und anabole Prozesse unterstützt [2]. Die Mineralien Selen und Vitamin E unterstützen ebenfalls den Muskelaufbau [3]. Vor allem benötigt dein Pferd für den Muskelaufbau hochwertige Proteine, diese kannst du z. B. über Bierhefe zufüttern. 

Mineralfutter Pferd Das Wachstum, die Trächtigkeit und die Laktation erhöhen den Bedarf an Mineralstoffen.

Diese Pferde brauchen mehr Mineralien täglich

Auch die Trächtigkeit, die Laktation und das Wachstum erhöhen den Bedarf an Mengenelementen. Während der Trächtigkeit und der Laktation braucht dein Pferd deutlich mehr Calcium und Phosphor. Der Calcium- und Phosphorbedarf steigt um bis zu 190 % während des Endstadiums der Trächtigkeit und zu Beginn der Laktation an! Du merkst also, dass eine Anpassung des Mineralfutters unerlässlich wird. Das Fohlen hat einen erhöhten Bedarf an Magnesium und Natrium. Bei den Spurenelementen musst du an ein Fohlen oder eine Zuchtstute mehr Eisen, Zink, Mangan und Selen füttern [4]. ❌ Es gibt spezielle Futter für Zuchtstuten und Fohlen, die  du ab den letzten Trächtigkeitsmonaten füttern solltest.

Das Mineralfutter sollte perfekt auf dein Pferd abgestimmt sein. Je nachdem, welches Pferdefutter bereits gefüttert wird, ändert sich der Bedarf an Mengenelementen. In Form einer Rationsberechnung stehe ich dir gerne zur Seite. Zudem ist es wichtig die Zusammensetzung seines Raufutters zu kennen, um zu wissen, welche Mineralien in ihm vorhanden sind.

Luzerne – der Alleskönner

Luzerne ist proteinreich und eignet sich daher für Pferde im Muskelaufbau und für Zuchtstuten. Das Luzerneprotein ist hochverdaulich für Pferde und zudem ist Luzerne reich an Mineralien [5].

Mengenelemente

Zu den Mengenelementen, die für Pferde wichtig sind, zählen Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium und Chlorid. Die Absorptionsrate der Mengenelemente unterscheidet sich, sie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Z. B. vom Alter deines Pferdes, vom Trainingszustand, vom Futter selbst und zusätzlich von dem Fütterungsmanagement. Enthält das Futter z. B. Oxalate und Phytate, binden diese Calcium und es kann vom Pferd nicht aufgenommen werden.

Mineralfutter Pferd Calcium Calcium und Phosphor können sich im falschen Verhältnis und bei Über- und Unterversorgung negativ auf die Knochen auswirken.
 

Calcium und Phosphor

Calcium und Phosphor solltest in im Verhältnis von 2:1 an dein Pferd füttern. Ansonsten wechselwirken die Mineralien negativ miteinander und verschlechtern die Knochenstabilität. Allerdings sind beide reichlich im Heu vorhanden. Eine Zuführung über Mineralfutter ist nur unter bestimmten Belastungssituationen notwendig.

Symptome bei Über- und Unterversorgung

Die Mengenelemente haben unterschiedliche Funktionen. Sowohl Über- als auch Unterversorgung können zu Erkrankungen führen. Bei einer Calcium und einer Phosphor Über- als auch Unterversorgung kann es zu Schäden an den Knochen kommen [6]. Magnesium führt bei einem Mangel zu Nervosität und Muskelkrämpfen, bei Überversorgung hingegen zu Durchfall. Der Bedarf an Magnesium für Pferde im Muskelaufbau bzw. Training erhöht sich. Bei einem Mangel an Natrium und Chlorid kommt es zu Leistungsschwäche, Kreislaufstörungen, Lecksucht und Gewichtsverlust. Bei einer Überversorgung reagiert dein Pferd mit einer erhöhten Wasseraufnahme, Durchfall und nervösen Störungen.

Spurenelemente

Zu den für Pferde wichtige Spurenelemente zählen Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen und Jod. Ebenso wie die Mengenelemente haben auch die Spurenelemente unterschiedliche Aufgaben im Pferdekörper.

Mineralfutter Eisen PferdEin Mangel an Eisen führt zu einer verschlechterten Sauerstoffversorgung deines Pferdes.

Eisen

  • Funktion: Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen und somit essenziell für die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
  • Mangel: Störung im Sauerstoffhaushalt. Zudem treten auch Anämien (Blutarmut), Leistungsschwäche und Infektionsanfälligkeiten auf.
  • Überversorgung: bisher nur bei Fohlen festgestellt. Bei diesen wurde der Stoffwechsel der Mineralien durch eine übermäßige Gabe an Eisen beeinträchtigt.

Kupfer

  • Mangel: Skelettveränderungen, Fesselkopfschwellungen und Anämien.
  • Überversorgung: verursacht Leberschäden.

 ❌ Kupfer liegt häufig im Mangel vor, du solltest es also über geeignetes Futter zuführen.

Zink

  • Mangel: Haarausfall, Haut- und Haarschäden, schlechte Wundheilung, erhöhte Infektionsgefahr und schuppige Verhornung der Haut.
  • Überversorgung: Pferde relativ tolerant. Festgestellt haben Wissenschaftler, dass es sich negativ auf die Kupferabsorption auswirkt und dadurch Kupfermangelsymptome auftreten. Dies konnte bisher aber nur bei jungen Pferden festgestellt werden.

❌ Zink liegt häufig im Mangel vor, du solltest es also über geeignetes Futter zuführen.

Mangan

  • Mangel: ungenügende Knorpel- und Skelettentwicklung.
  • Überversorgung: toxisch und kann Anämien begünstigen.

Selen

  • Mangel: Immunsystem wird geschwächt und es kann zu Fruchtbarkeitsstörungen kommen. Bei Fohlen treten zusätzlich Lahmheiten auf.
  • Überversorgung: Hufveränderungen, Haarverlusten an Mähne und Schweif und führt ebenfalls zu Lahmheit.

❌ Selen ist in deutschen Grünpflanzen nur in geringer Konzentration vorhanden, sodass du Selen höchstwahrscheinlich deinem Pferd zufüttern musst.

Jod

  • Mangel: Schilddrüsenunterfunktionen, da Jod Hauptbestandteil der Schilddrüsenhormone ist.
  • Überversorgung: gefährlich für tragende Stuten, da es zu einer Kropfbildung und Skelettdeformationen beim ungeborenen Fohlen kommen kann.

Mineralfutter PferdZusätzliche Vitamine braucht ein Pferd vor allem im Winter.

Vitamine

Die Vitaminversorgung unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen. Z. B. wird Vitamin D in der Haut bei Einstrahlung von UV-Licht produziert. Da die Sonnenstunden sich im Winter verkürzen reduziert sich auch die Eigenproduktion von Vitamin D in deinem Pferd. Das Mineralfutter und die Dosierung solltest du auf den Bedarf deines Pferdes abstimmen.

Vitamine sind empfindlich

Sie können weder zu viel Feuchtigkeit noch zu viel Licht/Wärme ab. Ebenso sind sie empfindlich gegenüber Chemikalien, Oxidations- und Reduktionsmittel und schwankenden pH-Werten. Deshalb sollte Mineralfutter nie zu lange lagern, die Vitamine gehen während der Lagerung mit der Zeit verloren. Im Heu selbst verändert sich die Konzentration an Vitaminen und hängt vom Schnittzeitpunkt, der Trocknungsdauer, der Temperatur und der Lagerung ab.

Fettlösliche Vitamine

Diese kommen im Körper in Verbindung mit Fetten vor und werden zuvor auch zusammen mit diesen absorbiert. Sie können im Pferdekörper gespeichert werden, Vitamin A wird z. B. in der Leber gespeichert. Erst wenn der Speicher aufgebraucht wurde zeigt dein Pferd Mangelsymptome.

Vitamin A

Die Funktion von Vitamin A ist der Schutz der Haut und Schleimhäute. Es hat einen positiven Effekt auf die Sehfähigkeit und die Fruchtbarkeit. Bei einem Vitamin A Mangel kann es zu Infektionsanfälligkeiten und Fruchtbarkeitsstörungen kommen. Zudem steht ein Vitamin A Mangel im Zusammenhang mit der Nachtblindheit bei Pferden. Bei einer Überversorgung kann es zu Epithelveränderungen mit Haarausfall kommen. Außerdem wurden Ataxien, Durchtrittigkeit und verstärkter Knochenabbau festgestellt.

Mineralfutter Pferd Vitamin AVitamin A kann aus β-Carotinen von deinem Pferd hergestellt werden, diese befinden sich reichlich im Heu und in Karotten.

 
β-Carotine

Vitamin A wird aus β-Carotinen in der Dünndarmschleimhaut hergestellt, dieses befindet sich reichlich in grünen Pflanzen. Zudem wirken β-Carotine als Radikalfänger im Körper. ❌ Im Winter solltest du β-Carotine/Vitamin A zufüttern, im Sommer reicht bei Weidehaltung der Gehalt des Grases aus, um das Pferd zu versorgen.

Vitamin D

Vitamin D fördert die Calcium- und Phosphoraufnahme im Verdauungstrakt und dessen Einlagerung in die Knochen. Es wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Dein Pferd produziert es unter der Haut bei Sonneneinstrahlung und es kommt zusätzlich im sonnengetrockneten Heu vor. Bei einem Mangel kann es zu einer Störung des Calcium- und Phosphorstoffwechsels kommen. Rachitis und Knochen- sowie Gelenksdeformationen können die Folge sein. Eine Vitamin D Überversorgung hat eine Intoxikation zur Folge und kann sogar zum Tod ☠️ führen. ❌ Aufgrund der Eigenproduktion bei Sonneneinstrahlung brauchst du Vitamin D lediglich im Winter zuführen.

Vitamin E

Vitamin E schützt die Körperzellen vor Peroxiden. Es hält die Membranstabilität aufrecht und stimuliert die Antikörperbildung. Es ist reichlich in grünen Pflanzen vorhanden. Ein Mangel äußert sich durch Muskelschäden und einen erhöhten Sauerstoffverbrauch. Es kann außerdem zu neurodegenerativen Erkrankungen führen. Auch hier gilt, dass du im Winter Vitamin E zufüttern solltest, da der Gehalt im Heu mit der Lagerung stark abnehmen kann. Bisher wurden keine Symptome festgestellt, die sich auf eine Vitamin E Überversorgung zurückführen lassen.

Vitamin K

Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt. Es wird im Dickdarm durch Bakterien gebildet und befindet sich im Grünfutter. Bei einem Vitamin K Mangel kann es zu Blutgerinnungsstörungen kommen.

Wasserlösliche Vitamine

Sie führen nicht zu toxischen Symptomen bei Überversorgung, da sie im Körper nur in geringen Mengen gespeichert werden. Überflüssiges Vitamin wird wieder ausgeschieden.

Vitamin B1

Vitamin B1 hat eine zentrale Funktion im Kohlenhydratstoffwechsel. Es wird im Darm gebildet und kann zusätzlich durch Hefe und Weizenkleie aufgenommen werden. Bei einem Mangel kommt es zur Schreckhaftigkeit und Nervosität. Zudem wird vermehrt Milchsäure im Blut produziert.

Vitamin B2

Vitamin B2 ist ein Bestandteil von Enzymen. Es wird durch Mikroben im Darm produziert und kann durch Hefe aufgenommen werden. Zudem hat Luzernegrünmehl einen hohen Anteil an Vitamin B2. Bei einem Mangel werden Sehstörungen vermutet.

Biotin

Biotin hat einen positiven Effekt auf Haut, Hufe und Haare. Es wird im Dickdarm durch Mikroorganismen gebildet. Bei einem Biotinmangel kann es zu Haut- und Hufschäden kommen. Dies kann dann der Fall sein, wenn die Dickdarmfunktion, z. B. durch eine Kolik, beeinträchtig ist.

Vitamin B Versorgung

Eine zusätzliche Vitamin B Versorgung ist nur nötig bei einer veränderten Mikrobenflora im Verdauungstrakt. Dies ist z.B. nach Koliken der Fall.

Hat mein Pferd einen Mineralmangel?

Diese Frage stellen sich viele Pferdebesitzer und lassen ihrem Pferd zur Überprüfung Blut abnehmen. Häufig habe ich schon gehört, wie Pferdebesitzer dies weiterempfohlen haben. ❌Aber Vorsicht! Das Blut bietet nicht in jeden Fall eine geeignete Aussagekraft. Das Blut ist tageszeitlichen Schwankungen unterlegen und seine Zusammensetzung verändert sich schnell. Außerdem liegen die meisten Mineralstoffe nicht frei im Blut vor, sondern sind in Körperzellen gespeichert. Daher sollten Sie in einigen Fällen lieber Haarproben einsenden und diese analysieren lassen.

Bitte sprich mit deinem Tierarzt ab, wann eine Blutprobe Sinn macht und wann eine Haarprobe zu bevorzugen wäre.

Dienstleistung

Ich unterstütze Sie gerne bei der Suche nach einem passenden Mineralfutter. Dabei ist mir die Verdaulichkeit des Mineralfutters wichtig, hierfür sollten die Elemente vor allem in organisch gebundener Form vorliegen.

Getreidefreies Mineralfutter

Getreidefreies Mineralfutter eignet sich für Pferde mit Problemen im Zuckerstoffwechsel. ❌ Pferde mit Hufrehe oder Gefahr auf Hufrehe sollten ausschließlich getreidefreies Mineralfutter bekommen!

Mineralfutter für alte Pferde
Bei Mineralfutter für Senioren solltest du die schlechtere Absorptionsraten von Mineralstoffen und Zahnprobleme berücksichtigen [7]. Hierfür eignet sich organisch gebundenes Mineralfutter, da dieses von deinem Senior leichter absorbiert wird.
 
Natürliches Mineralfutter

Hierzu zählen die Seealgen, sie reichern im Meer Mineralien an und diese kannst du gemahlen an dein Pferd füttern. Die Mineralien in Seealgen sind vor allem in organischer Form gebunden und lassen sich von deinem Pferd leicht verdauen. Es hat zusätzlich einen positiven Einfluss auf Pferde mit Sommerekzem, Mauke oder Raspe [8]. ❌ Achtung die Seealge ist dopingrelevant!

Bei einer markenuabhängigen Rationsberechnung kann ich auf deine Vorstellungen eingehen. Du möchtest lieber ein Mineralfutter in Pulver-Form statt der üblichen Pellets füttern. Kein Problem! Dank meiner markenunabhängigkeit kann ich auf das gesamte Repertoir an Futtermitteln zurückgreifen. Außerdem rechne ich mit ein, in wie weit der Mineralienbedarf bereits durch die übliche Fütterung gedeckt wird. Das Wohl deines Pferdes steht dabei für mich an erster Stelle!

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